Betrieblicher Datenschutzbeauftragter nach DSGVO und BDSG

Betrieblicher Datenschutzbeauftragter nach DSGVO und BDSG

Als betrieblicher Datenschutzbeauftragter (DSB) sind Sie ein essenzieller Bestandteil des Datenschutzmanagementsystems Ihres Unternehmens. Sie kennen die Anforderungen und sind verantwortlich für den Aufbau des Datenschutzmanagements. Sie etablieren interne Prozesse, damit der Datenschutz im Unternehmen aktiv gelebt und stetig weiterentwickelt wird.

In diesem fünftägigen Lehrgang werden sämtliche Fachkenntnisse gemäß Artikel 37 – 39 der DSGVO zum Datenschutzbeauftragten vermittelt.  

Im Seminar bearbeiten Sie Fallbeispiele und Umsetzungsbeispiele aus der Praxis des betrieblichen Datenschutzes. Praktische Handlungsempfehlungen helfen Ihnen bei Ihrem Alltag. Sie lernen, welche Werkzeuge Sie unterstützen und erhalten Checklisten für Ihre Arbeit. Zahlreiche Vorlagen für die ersten 100 Tage helfen Ihnen beim Start als DSB.
Für das Seminar sind keine Voraussetzungen notwendig.

Inhalte

  • Ermittlung der Ängste und Wünsche der Teilnehmer in Bezug auf den Datenschutz
  • Geschichtliche Einführung in das Datenschutzrecht und dessen Weiterentwicklung
  • Neues BDSG, altes BDSG, Überführung in das komplett neugestaltete EU-DSGVO
  • Bedeutung von personenbezogenen Daten und Unterschiede zu Unternehmensdaten
  • Rolle des betrieblichen Datenschutzbeauftragten. Erklärung einer Stabsstelle im Unternehmen und Klärung der Rolle im Betrieb bzw. Konzern
  • Unterschied zwischen einem betrieblichen Datenschutzbeauftragten und einem externen Datenschutzbeauftragten
  • Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit
  • Rolle der Aufsichtsbehörden in den Bundesländern, Rolle des Bundesdatenschutzbeauftragten und Rolle des BSI
  • Zusammenarbeit mit einem Betriebsrat bzw. Personalrat
  • Mögliche Bußgelder und Strafrahmen bei Nichteinhaltung des Datenschutzes
  • Organisation des Datenschutzes. Offizielle Bestellung des Datenschutzbeauftragten. Rechte und Pflichten eines Datenschutzbeauftragten. Abbestellung eines DSB
  • Aufgaben des Datenschutzbeauftragten. Dokumentationspflichten relevanter DS-Verfahren. Erstellung eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten. Management der Dokumente zur Auftragsverarbeitung mit externen Partnern (Subunternehmern). Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)
  • Schulungen und Mitarbeiter-Sensibilisierung. Vorteile für interne und externe Schulungstrainer bzw. Datenschutz-Dozenten. Schulungspläne erstellen
  • Erarbeitung von technischen Sicherheitskonzepten bzw. technisch organisatorischen Maßnahmen („TOMs“)
  • Sensibilisierung der Teilnehmer „Ohne Datensicherheit kein Datenschutz möglich“
  • Ermittlung der notwendigen Sicherheitsvorkehrungen im eigenen Unternehmen (Kosten / Nutzen). Mögliche Backup-Szenarien
  • Vorstellung der aktuellen Sicherheitstechnologien wie Firewalls, Virenschutz, Schließ- und Sicherheitsanlagen (Iris, Venen-Scan)
  • Zusammenarbeit mit dem CISO (Chief Information Security Officer) bzw. dem IT-Sicherheitsbeauftragten
  • Erstellung eines Maßnahmenkatalogs (gemeinsam mit weiteren Stellen oder alleine)
  • Vorstellung der BSI- und IT-Grundschutz-Kataloge
  • Authentifizierungsverfahren und Verschlüsselungsprinzipien
  • Integration von möglichen Kontrollmechanismen und Schutzmaßnahmen
  • Datenschutz in den Social Media (Xing, Facebook, Twitter)
  • Datenschutz in Newslettern (Double-Opt-In, Double Opt-Out Verfahren)
  • Datenschutz im E-Commerce (Rechte und Auskunftspflichten bei Online-Kunden)
  • Neue Arbeitsformen, Arbeitswelt 4.0 (Home-Office, Freelancer, digitale Nomaden)
  • Was verbirgt sich hinter Industrie 4.0 und digitaler Transformation
  • Cloud Computing als neuer Standard. Interne und externe Dienste. Haftungen
  • Integrative Managementmanagementsysteme. ISO 9001 & ISO 27001
  • Die ersten 100 Tage als Datenschutzbeauftragter
  • Gesprächsführung und Überzeugung im Management und bei Führungskräften
  • Förderung des „Netzwerk-Gedankens“ und beispielhafter Aufbau eines ERFA-Kreises
  • Erstellung der ersten praktischen Datenschutz-Dokumente für die Unternehmen
  • 90-minütige schriftliche Prüfung zum „Betrieblichen Datenschutzbeauftragten“
  • Nach erfolgreichem Abschluss erhält der Teilnehmer den Titel „Datenschutzbeauftragte(r) nach DSGVO und BDSG neu mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“

Nutzen

  • Sie schaffen die Voraussetzungen, um ordentlich als betrieblicher Datenschutzbeauftragter (DSB) bestellt zu werden.
  • Sie lernen typische Situationen Ihrer Rolle kennen und sind so ideal auf die Position als betrieblicher DSB vorbereitet.
  • Sie treten souverän als betrieblicher DSB im Unternehmen auf.

ZIELGRUPPE

  • Mitarbeiter, die zukünftig die Rolle des Datenschutzbeauftragten ausfüllen sollen
  • Bereits etablierte Datenschutzbeauftragte, die ihr Wissen auffrischen wollen
  • Mitarbeiter aus Abteilungen, in denen (sensible) personenbezogene Daten verarbeitet werden (Personal, Vertrieb, Buchhaltung, Compliance)
  • Interessierte Führungskräfte (Manager, Geschäftsführer, IT-Leiter), die die Arbeit des Datenschutzbeauftragten besser verstehen bzw. den DSB effizienter koordinieren möchten

Anmeldung

in Düsseldorf

in Würzburg

in Bad Fredeburg

in Koblenz

in Siegen

in Lippstadt

in Ingolstadt

Dauer 40 Unterrichtseinheiten
(1 UE = 45 Minuten) aufgeteilt auf 5 aufeinanderfolgende Werktage (Kompaktwoche)
Referent u.a. Benjamin Richter
(erfahrener Datenschutz-Trainer, zertifizierter Datenschutzauditor TÜV, zertifizierter IT-Security-Auditor TÜV)
Preis 1.999,00 € zzgl. MwSt.
(Enthält sämtliche Schulungsunterlagen sowie Erfrischungsgetränke und Mittagsessen vor Ort.)
Prüfung 250,00 € zzgl. MwSt.
Die Prüfung durch den TÜV Rheinland findet am letzten Schulungstag statt. Wer nicht an der Prüfung teilnehmen möchte, erhält eine Teilnahmebescheinigung für das Seminar.